Umwelt
PFAS sind wasser-, fett- und schmutzabweisend und zählen zu den beständigsten synthetisch hergestellten Chemikalien. Ihre Verwendung in Alltagsprodukten wie Regenjacken, Verpackungen, Kochgeschirr oder Kosmetika führt zu einer kontinuierlichen Freisetzung in die Umwelt. PFAS sind weltweit in Böden, Gewässern, Pflanzen und Tieren nachweisbar. Es wird davon ausgegangen, dass viele dieser Stoffe auch über die Atmosphäre verbreitet werden. Mit Niederschlägen gelangen sie anschließend wieder in Böden, Oberflächengewässer und das Grundwasser.


Gesundheit
Über Lebensmittel und Trinkwasser können PFAS in den menschlichen Körper aufgenommen werden und sich dort über längere Zeit anreichern. Der wichtigste Aufnahmeweg ist dabei der Magen-Darm-Trakt. Mehrere PFAS-Verbindungen werden aufgrund ihrer toxikologischen Eigenschaften als gesundheitlich bedenklich eingestuft.
Rechtslage
Inzwischen sind mehrere tausend verschiedene PFAS-Verbindungen bekannt. Da eine Überwachung aller Stoffe derzeit nicht möglich ist, konzentriert sich die Regulierung auf ausgewählte Vertreter dieser Stoffgruppe. Aktuell werden 24 PFAS-Verbindungen überwacht und bewertet. Neben den 20 Verbindungen der Stoffgruppe PFAS-20 gelten seit 2026 verbindliche Grenzwerte für Trinkwasser. Ab 2028 werden zusätzlich die vier besonders kritischen Verbindungen der Gruppe PFAS-4 über einen eigenen, strengeren Sammelgrenzwert reguliert.
